Dezember 2017 ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌
 
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Lauf-Isi - was für ein fulminantes Startjahr....

Bald neigt sich das Jahr 2017 dem Ende zu. Vieles ist gelaufen, so auch bei Lauf-Isi. Nach ca. 9 Monaten seit dem Online-Schalten meiner Homepage und langsamer Aufnahme meiner Tätigkeit als Lauf-Coach darf ich äusserst glücklich sein über meine zahlreichen liebgewonnenen Kundinnen und Kunden. Was mich am Meisten freut, ist die Tatsache, dass mein Konzept in der Praxis aufgeht und ich mich auf Laufanfänger einstellen darf, aber auch Personen begleiten und coachen kann, welche schon über eine solide Lauf-Basis verfügen und vor allem Interesse haben, verschiedene Trainingsformen kennen zu lernen. Diejenigen Kunden, welche ein Paket gelöst haben, erhalten zudem einen Trainingsplan und machen damit die Erfahrung, dass es Sinn macht, das Training abwechslungsreich zu gestalten und nicht "nur" nach Lust und Laune loszurennen, sondern auch ein bisschen mit Konzept zu trainieren.

Das Schwergewicht meines Newsletters liegt zum Thema Leistungsdiagnosik - einem Thema, welchem ich seit Beginn meiner Laufkarriere mit grossem Interesse begegne. Ich hoffe, dass du während der Feiertage Zeit und Ruhe findest, diesen Newsletter zu lesen - auf Rückmeldungen oder Fragen bin ich gespannt.

Themen dieses Newsletters:

  • Leistungsdiagnostik - notwendig?
  • Veranstaltung 4. November 2017
  • Highlights aus meiner 2. Hälfte der Wettkampfsaison
  • Ausblick 2018
 
 

1. Leistungsdiagnostik - notwendig?

Meine Antwort vorweg - Ja, ab einem gewissen Mass an regelmässigem Training oder sogar Teilnahme an Wettkämpfen macht es von mir aus nicht nur Sinn, sondern ist sogar ein "Muss". Insbesondere gilt das aus meiner Sicht für Läuferinnen und Läufer, weil man erfahrungsgemäss gerne zu schnell unterwegs ist und dabei weder dem Fettstoffwechselsystem, noch dem Herz-, Kreislaufsystem und dem Immunsystem und noch weniger dem vegetativen Nervensystem einen Gefallen macht.

Ob die Leistungsdiagnostik wichtig ist, wird wie so vieles kontrovers diskutiert. Verschiedentlich habe ich Gespräche mit Personen geführt, welche sich auf ihr "gutes" Körpergefühl verlassen und damit meinen, in einer idealen Frequenz zu trainieren. Das mag für viele erfahrene Sportler gelten - von mir aus aber bei einem Grossteil der Personen nicht stimmt. Sie trainieren dann bestenfalls in der von mir gern genannten "Komfortzone". Als Komfortzone bezeichne ich die Intensitätsstufe, bei welcher sich das Laufen "angenehm" anfühlt, man am Schluss nicht vollständig ausgepumpt ist, aber doch spürt, etwas gemacht zu haben. Okay, diese Personen haben zwar nichts Falsches gemacht, aber sie verbessern sich langfristig nicht - weder distanzmässig, noch geschwindigkeitsmässig. Viel schlimmer und von mir immer wieder stirnrunzelnd beobachtet, sind diejenigen Läufer, welche ihre gesamte Laufeinheit im "roten" Bereich absolvieren, weil sie sich sorry für den Begriff "auskotzen" wollen und meinen, dass sie nun effektiv und effizient trainiert haben. Meine Meinung ist klar: Will man sich verbessern, findet über 80% des Trainings ausserhalb der Komfortzone statt - in erster Linie in einem manchmal fast "unangenehm" langsamen Tempo und bei guter Grundkondition, in einer kurzen Trainingseinheit an der Schwelle zum roten Bereich (oder kurzzeitig auch über der Schwelle...).

Hat sich eine Läuferin oder ein Läufer entschieden, mit einer Pulsuhr zu trainieren (was nicht automatisch heisst, dass er aufgibt auf sein Körpergefühl zu hören), wird er eingeladen, seine Herzfrequenzbereiche in meist 5 Stufen einzugeben. Und nun kommt der springende Punkt: Praktisch niemand kennt seine Bereiche "einfach so". Also zieht man Erfahrungswerte bei, wie zum Beispiel: 220 minus Lebensalter = max. Herzfrequenzzone (gilt insbesondere bei Herren).

Programmiert nun ein motivierter Läufer seine Uhr mit diesen entsprechenden Zonen - macht er dabei vermutlich einer seiner grössten Fehler!!! Jeder Mensch hat dermassen unterschiedliche Bereiche, was konkret bedeutet, dass ein Grossteil der Sportler, welche nicht nach ihren individuellen Bereichen trainieren, meist einen zu wenig hohen Nutzen aus ihrem Training ziehen können. Bei mir würde das zum Beispiel heissen, dass ich über einen Maximalpuls von 182 verfügen würde - nur so hoch bringe ich meinen Puls gar nicht (mehr). Bei Puls 164 bin ich bereits im tiefroten Bereich. Also würde ich in all den tieferen Bereichen immer noch zu hart trainieren und würde längerfristig in ein Übertraining geraten, oder krankheits- und verletzungsanfälliger werden.

 

2. Alternative zur Leistungsdiagnostik

Beim ersten Treffen händige ich jeweils meinen Kundinnen und Kunden die "Borg"-Skala aus. Sehr detailliert ist dort aufgeführt, wie sich die einzelnen Stufen beim Laufen "anfühlen". Kann man zum Bespiel während des Laufens noch singen, so ist man sicher in einer tiefen Intensität unterwegs was nach dem "Ampelsystem" im "grünen" Bereich bedeutet. Solange man reden kann, ohne ständig nach Luft schnappen zu müssen, so ist die Intensität immer noch okay - kann man aber nicht mehr reden oder nur noch knapp "Ja" oder "Nein" japsen - so sollte man das Tempo unbedingt drosseln. Für Laufanfänger ist das Trainieren nach der Borg-Skala gut und für mich als Lauf-Coach wichtig, damit ich mich auf die Atmung meiner Kundinnen und Kunden einstellen kann, und so das individuell richtige Tempo anschlage.

Häufig beobachte ich bei Laufgruppen, dass viele Teilnehmer/innen absolut am Limit laufen, weil sie sich nicht abhängen lassen wollen, oder sie der Gruppe folgen müssen, weil sie den Weg sonst nicht kennen etc. Mitunter aus diesem Grund habe ich entschieden, ein Personaltraining im Laufbereich aufzubauen, weil ein Grossteil der Läuferinnen und Läufer in einer Laufgruppe vorerst nichts verloren haben - zu sehr sind sie (noch) überfordert und machen sich und ihrem Körper keinen Gefallen.

Nebst dem Training mit Borg-Skala gibts eine Variante, den Maximalpuls zu ermitteln. So kann ich eine Person z.B. auf der Tartan-Bahn wie folgt laufen lassen (Testperson trägt eine Pulsuhr):

  • 10 Minuten locker einlaufen
  • 3 Minuten locker laufen
  • 2 Minuten sehr langsam laufen
  • 3 Minuten schneller laufen
  • 2 Minuten ganz langsam laufen
  • 3 Minuten Vollgas bis zur vollen Ausschöpfung laufen lassen
  • 10 Minuten auslaufen

Den maximal gemessenen Puls kann man als Maximalpuls bezeichnen und die Pulsuhr aufgrund der 5 Intensitätsstufen programmieren.

Viele Personen könnten nun meinen, dass das ja völlig ausreicht und keine "teure" Leistungsdiagnostik wie ein Spiroergometrietest nötig sei.

Weit gefehlt!! Nur mit der Kenntnis, was für ein Maximalpuls jemand hat, heisst das noch lange nicht, dass wir die 5 Leistungsstufen dieser Person kennen, denn auch die sind so individuell bei jedem Menschen, wie die Bestimmung des Maximalpulses.... Bei einem Spiroergometrietest werden viel detaillierter die Trainingszonen ermittelt, aufgrund der gemessenen Atemgase der Testperson. Wie so ein Leistungstest abläuft, wird im nächsten Absatz erläutert.

 
 

3. Spiroergometrietest (auf dem Laufband)

Für wen eignet sich ein solcher Leistungstest überhaupt?

Ich meine, dass alle Läufer, welche regelmässig trainieren und / oder an Wettkämpfen teilnehmen, einen solchen Spiroergometrietest machen sollen, damit die aktuellen Herzfrequenzbereiche bestimmt werden können und das Training so laufend optimiert werden kann.

Wie läuft der Test konkret ab?

Der Test findet in unserem Fall jeweils auf dem Laufband statt. Mit einer Atemmaske (ein kleines Gerät mit Mundstück und die Nasenatmung wird während des Tests mit einer Nasenklammer unterbunden) werden die Atemgase gemessen und daraus wird auf verschiedenen Belastungsstufen der Energiestoffwechsel analysiert. Der Test dauert als solches ca. 15 Minuten. Die Testperson erhält nach dem Test eine detaillierte Aufstellung und kann entnehmen, wie der persönliche Energiestoffwechsel funktioniert. In den meisten Fällen muss der Test nicht bis zur vollen Erschöpfung ausgeführt werden.

Was für einen Nutzen hat die Testperson?

Aufgrund der Testauswertung kennt die Testperson ihren persönlichen Fettstoffwechsel- und Kohlenhydratstoffwechselbereich und kann entsprechend bestimmen, in welchem Herzfrequenzbereich sie trainieren sollte, um entweder abzunehmen und / oder die Leistungsfähigkeit zu verbessern. Aufgrund der Testergebnisse kann die Pulsuhr detailliert und viel genauer als mit den allgemeingültigen Werten neu programmiert werden. So hat der Sportler sein Training jederzeit im Griff.

Sollte so ein Test nach einer gewissen Zeit wiederholt werden?

Ja, unbedingt!!! Damit die Veränderungen der individuellen Leistungsfähigkeit regelmässig und aufgrund des letzten Tests verglichen werden kann, ist eine Wiederholung empfehlenswert. Hat man über einige Monate nach den Vorgaben aus dem letzten Test trainiert, verbessert sich im Normalfall die Leistungsfähigkeit, d.h. man kann länger in einer gewissen Intensität laufen, ohne dass sich der Puls erhöht und so erreicht man auch das Ziel, schneller zu werden. Mit einer Wiederholung des Tests kann man optimal aus den neuen Resultaten profitieren und bei einer allfälligen Verschlechterung der Ergebnisse, frühzeitig die Trainingsgewohnheiten anpassen - idealerweise (bei korrekter Umsetzung der letzten Testergebnisse der Fall) erkennt man aber die Fortschritte und kann weiter an sich arbeiten.

Aus eigener Erfahrung

Ich habe im Februar 2017 und jetzt im November 2017 einen solchen Spiroergometrietest gemacht.

Aus den Resultaten vom Februar 2017 hat sich ergeben,

  • dass ich im Pulsbereich von 116 bis 132 Schlägen pro Minute (= grüner Bereich), 80% meines Trainingsumfangs gestalten soll
  • ab Puls 133 - 147 (= oranger Bereich) durfte ich 15% meines gesamten Trainingsumfanges gestalten
  • dass ich ab Puls 148 (=roter Bereich) nur noch 5% (z.B. Intervalltrainings oder Wettkämpfe z.B. über 5 und 10 Kilometer) laufen darf.

Nach meiner Marathonvorbereitung haben die langsamen und langen Läufe dominiert, und ich konnte die 80%, 15% und 5% Vorgabe einigermassen einhalten.

Ein erneuter Test ergab nun, dass ich 

  • bis Puls 140 im grünen Bereich trainieren darf (80% des Umfangs)
  • bis Puls 153 im orangen Bereich trainieren darf (15% des Umfangs)
  • erst ab Puls 154 im roten Bereich laufe (5% des Umfangs)

Was habe ich nun erreicht? Ich habe Dank der Kenntnis meiner persönlichen Bereiche, mein Training entsprechend gestaltet und habe meine Leistungsfähigkeit massiv steigern können und zwar kann mein Körper länger die Energie aus der Fettverbrennung beziehen (von anfangs Puls 132 bis neu 140) und ich schneller laufen kann, aber immer noch im grünen Bereich bin. Und so zieht sich das durch die weiteren Stufen weiter.

Hätte ich nach dem "Lustprinzip" trainiert - wäre ich vermutlich viel mehr im orangen Bereich gelaufen (Wohlfühloase oder eben Komfortzone genannt), hätte mich aber innerhalb der kurzen Zeit nicht dermassen steigern können. Mag sein, dass für die eine oder andere Person 5 oder 8 Herzschläge nicht so viel bedeuten - für einen Läufer allerdings ist das aber eine ganze Menge. 

Habe ich dein Interesse an einem Leistungstest geweckt, oder möchtest du noch weitere Informationen zu diesem interessanten Thema??? Ich tausche mich jederzeit gerne mit dir aus und lege auch meine Tests gerne offen, damit du siehst, was für eine wunderbare Sache diese Leistungsdiagnostik ist.

 
 

Veranstaltungen

Leistungsdiagnostik - wer meinen Newsletter aufmerksam gelesen hat, weiss nun, dass dies ein grosses und wichtiges Thema rund um die Trainingsgestaltung ist. Mehrmals jährlich lasse ich mich selbst testen, sodass ich meinen aktuellen Energiestoffwechsel kenne und mein Training entsprechend ausrichten kann. Damit meine Kundinnen und Kunden, aber auch weitere Lauffreunde ebenfalls den grösstmöglichen Profit aus ihrem Training ziehen können, habe ich am 4. November 2017, in Zusammenarbeit mit Kuno Schibli von der Fitness Lodge GmbH in Dielsdorf eine erste Testserie auf dem Laufband durchführen lassen. Kuno Schibli war für die Testdurchführung zuständig und ich habe später mit jeder einzelnen Person den Test ausgewertet und Trainingsempfehlungen abgegeben. Daneben habe ich ihnen theoretische Kenntnisse über das Zusammenspiel von Fettverbrennung und Kohlenhydratverbrennung näher gebracht und auch den Zusammenhang zwischen den von mir ausgewählten körpereigenen Systemen wie Fettstoffwechselsystem, Herz-, Kreislaufsystem, Immunsystem und vegetatives Nervensystem erläutert. Ich bin davon überzeugt, dass ein solcher Test für die meisten Läuferinnen und Läufer vor der Wintersaison und vor der Wettkampfsaison im Frühling Sinn macht. Ein Profisportler macht vermutlich noch häufigere Tests. Weil die Testserie so gut ankam, habe ich entschieden ca. Ende Februar, anfangs März 2018 eine weitere Testserie in Zusammenarbeit mit Kuno Schibli aufzugleisen. Interessierte können sich bereits jetzt bei mir melden.

 
 

In eigener Sache - Highlights meiner Wettkämpfe

In meinem letzten Newsletter habe ich bereits eine Kurzzusammenfassung meiner eigenen Läufe abgegeben. Mir ist es wichtig, dass Lauf-Isi interessierte Personen nicht nur mein Personal-Training verfolgen können, sondern auch sehen, dass meine Trainingsphilosophie auch bei mir persönlich angewendet, immer wieder kleine Erfolge zeigt. In Anbetracht dessen, dass ich nicht Läuferin der ersten Stunde bin, sondern erst vor knapp 3 Jahren regelmässig mit Laufen begonnen habe, ist meine Neugier gross, bis wie weit ich mich nach vorne verbessern kann. Dieses Jahr stand als Saisonziel mein erster rennmässiger Marathon Mitte Oktober auf dem Programm. Rund um diesen Event habe ich meine anderen Wettkämpfe geplant und konnte jeden Lauf starten und auch finishen.

Nach der Wettkampfpause im Juli, stand ich Ende August am Muragl Lauf im Engadin wieder an der Startlinie. Na ja, die Luft war dünn - ich hatte bereits nach den ersten Metern das Gefühl, dass mir die Puste bald ausgeht und das Laufgefühl war nicht wirklich angenehm. Ja, letztes Jahr bin ich den Engadiner Sommerlauf über 25 Kilometer gelaufen und hatte ähnliche Schwierigkeiten mit der Atmung. Der diesjährige Lauf ging nur über knapp 11 Kilometer und so habe ich tapfer durchgehalten und reiste kurz nach dem Zieldurchlauf wieder zurück ins Zürcher Unterland. Erst zu Hause, als ich mich detaillierter mit der Resultatenliste auseinandersetzte, konnte ich diesen Wettkampf in Relation setzen und durfte mit meinem 14. Platz in der Alterskategorie (von 124 Klassierten) zufrieden sein. Vorallem sind einige vor mir Klassierte aus der Region stammend und sind sich an diese Luftverhältnisse gewohnt - es ist echt ein Unterschied!!

Ein paar Tage nach diesem Wettkampf reiste ich an einem Mittwochnachmittag nach Liestal in die Heimat meines Bruders und seiner Familie. Meine liebe Nichte Leana konnte mit ihrem Mami Michèle im MuKi Rennen starten und sie absolvierten mega locker die coupierte und schwierige Strecke, währenddessen Papi Pascal, mein süsser Göttibub Sven und ich am Strassenrand die Beiden anfeuerten - und ich durfte dann gegen Abend, trotz anhaltender Hitze auch noch meine 4 Runden auf dieser Strecke laufen. Mein Fanclub hat mich denn auch tatkräftig angefeuert und so konnte ich mich mit Platz 12 direkt im vorderen Drittel klassieren und war dabei die 3. Älteste von allen Gestarteten - auf einer solch kurzen Strecke sicher ein solides Resultat.

Der Greifenseelauf stand als nächstes auf dem Programm. Nochmals über die Halbmarathondistanz laufen zu dürfen war eine grosse Freude - auch wenn ich diesen Wettkampf bewusst als "Trainingswettkampf" einstufte - wollte ich meine persönliche Bestzeit über diese Distanz endlich knacken. Die ersten 16 Kilometer lief ich mit Carlos, New-York Marathon Finisher 2017. Die letzten 5 Kilometer konnte ich die Pace nochmals erhöhen und lief das Rennen ohne nennenswerte Krise mit einer neuen persönlichen Bestzeit - allerdings liegt da noch mehr drin......

Einen Monat später war dann mein grosser Tag. Bereits am Vorabend sind wir ins Tessin gereist und holten die Startnummer ab. Die Nr. 3 durfte ich tragen.... Das Rennen lief ich zu Beginn bewusst moderat - hatte ich im ersten Drittel des Rennens auch noch eine sehr nette Begleitung an meiner Seite - Fabio aus Como - leider trennten sich nachher unsere Wege, weil er mich ziehen lassen musste. Trotzdem empfand ich das gemeinsame Laufen mit ihm als unterhaltsam - auch er war später Finisher des New-York Marathons drei Wochen später. Während viele Personen am ersten Marathon vieles "falsch" machen, so darf ich von meinem ersten Marathon behaupten: ich habe alles richtig gemacht. Ich hatte weder eine mentale noch körperliche Schwäche. Dank meinem gut entwickelten Körpergefühl, aber auch Dank den Angaben meiner Polar V800 Pulsuhr hatte ich jeden Meter im Griff. Ja, diejenigen die mich gut kennen wissen, wie sehr ich nicht nur meinen Puls als Massstab beiziehe, sondern vielmehr auf den HRV-Wert achte (Herzratenvariabilität). So konnte ich das Rennen ideal einteilen, und rollte das Feld von hinten auf. Bei Kilometer 38 habe ich gleich 3 Läuferinnen eingeholt und drosselte für ein paar Meter mein Tempo, weil ich auf eine Läuferin stiess, mit welcher ich mich am Start gut unterhalten habe und sie dann bei dieser Marke dem Hammermann begegnet ist und zu kämpfen hatte. Zuerst wollte ich sie motivieren, zusammen mit mir ins Ziel zu rennen, was dann leider nicht gelang - ich bot ihr noch meinen letzten Gel an, welchen sie aber dankend ablehnte. So erhöhte ich die Pace wieder und lief glücklich dem Ziel entgegen. Ich habe mir zum Ziel gesetzt, den ersten Marathon zu geniessen und dies ist mir gelungen. Die 14 Sekunden über der magischen 4 Stunden-Marke stimmen für mich. Unmittelbar nach dem Rennen verspürte ich natürlich keine Lust, auf einen weiteren Marathon - auch wenn ich nicht am Limit gelaufen bin, so ist die Distanz von 42 Kilometer doch schon sehr lang.

Aber: ich laufe einfach zu gerne und ich bin zu fest daran interessiert herauszufinden, wo meine Grenzen liegen - bis jetzt habe ich diese noch nicht erreicht - darum: das langfristige Ziel bleibt der 100 Kilometer-Lauf von Biel, geplant im 2019. Stellt sich nun die Frage, was im 2018 der Saisonhöhepunkt bilden soll!!! Bis heute habe ich mich noch nicht abschliessend entschieden, aber vermutlich geht es in Richtung 56 Kilometer-Lauf von Biel, die Vorstufe des 100er. Ich hoffe weiterhin so viel Freude am Laufen zu haben, gesund zu bleiben und genügend Zeit für das Training zu finden.

Meine eigene Erfahrungen weiter auszubauen ist mir enorm wichtig, damit ich meine Kundinnen und Kunden noch professioneller und authentischer begleiten kann. Verlassen wir doch immer wieder die Komfortzone, um uns einen Schritt weiter nach vorne zu bringen - auch im 2018 freue ich mich auf spannende Wettkämpfe und noch mehr kann ich es kaum erwarten, meine bestehenden und alle zukünftigen Kundinnen und Kunden laufend begleiten zu dürfen.

 
 
Kontakt_Isabelle_Acklin_Lauf-Isi

Ausblick ins 2018

Voraussichtlich findet Ende Februar / anfangs März 2018 die nächste Testserie zur Leistungsdiagnostik und Bestimmung der persönlichen Trainingsbereiche statt. Interessierte Personen können sich bereits jetzt bei mir melden. Im Januar 2018 wird die konkrete Ausschreibung verschickt.

Mit Lauf-Isi verfolge ich das Ziel, meine Kundinnen und Kunden soweit zu trainieren, bis sie ohne meine Hilfe in der Lage sind, gesund und sinnvoll zu trainieren. Sie lernen auf ihren Körper zu hören und das Training abwechslungsreich zu gestalten - einfach in ihrer persönlichen Leistungsfähigkeit. Aus diesem Grund, kann es sein, dass ich nach ca. einem halben Jahr, jemanden verabschieden darf und wieder Platz für Neukunden frei wird. Ich finde immer ein Plätzchen für neue motivierte Laufbegeisterte. Die Öffnungszeiten bleiben bis auf Weiteres im gleichen Rahmen:

  • Montagabend ab 17.30 Uhr
  • Mittwoch ab 10.00 Uhr
  • Donnerstagabend ab 17.30 Uhr
  • Freitagmittag ab 15.00 Uhr (nach Absprache teilweise früher möglich)
  • Samstag ab 9.00 Uhr
  • Sonntag ab 10.00 Uhr

Ich freue mich, im 2018 weiterhin mit meinen bestehenden Kundinnen und Kunden gemeinsam unterwegs zu sein und bin für jede weitere Person bereit. Lass uns die Laufschuhe schnüren und gemeinsam loslaufen.

Lauf-Isi wünscht allseits fröhliche Weihnachten und ein erfolgreiches, gesundes und lustiges 2018!!!


Sportliche Grüsse
Isabelle Acklin von Lauf-Isi